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Ordensburg Sonthofen

Ordensburg Sonthofen© Xocolatl / Wikimedia Commons [gemeinfrei]

Ordensburg Sonthofen

Sonthofen ist ein Luftkurort im Oberallgäu. Hier befindet sich die Generaloberst-Beck-Kaserne der Bundeswehr, die einen wichtigen historischen Hintergrund besitzt und dadurch zu den Sehenswürdigkeiten des Luftkurortes zählt.

Ursprünglich wurde das Gebäude – bekannt als Ordensburg Sonthofen – zur Zeit des Nationalsozialismus als eine von zwölf Adolf-Hitler-Schulen verwendet, in denen nationalsozialistisches Führungspersonal ausgebildet wurde. Die Ordensburg Sonthofen war eine von drei NS-Ordensburgen, die während des Nationalsozialismus gebaut und tatsächlich als Schulungsburg genutzt wurden. Bei dieser Art von Burg handelt es sich nicht um mittelalterliche Gebäude, die saniert und wieder verwendet wurden, sondern um Neubauten, die jedoch einer mittelalterlichen Burg vage nachempfunden waren.

Das 160 Meter lange und 85 Meter breite Gebäude feierte 1935 Richtfest und war für eine Nutzung von 400 Personen geplant. Adolf Hitler besuchte die Schulungsburg 1937, Heinrich Himmler hielt hier 1944 eine Rede über die Judenvernichtung und rechtfertigte die Morde dabei.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Allgäu von den Franzosen besetzt, 1947 richteten Streitkräfte aus den USA in der Ordensburg eine Schulungsstätte ein. In dem 1950er Jahren ging das Gebäude an die neu gegründete Bundeswehr über und wird seitdem als Kaserne genutzt. Benannt wurde sie nach Generaloberst Ludwig Beck, einem Heeresoffizier, der am Putschversuch im Juli 1944 gegen Hitler beteiligt war.

Ordensburg Sonthofen
87527 Sonthofen